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SEMINAR DR. GEUKENS

In Memoriam Dr. Alfons Geukens




 
* 30. September 1944
+ 18. Oktober 2010  



 

Im Mai 2009 musste das von vielen Teilnehmern mit Freude und Interesse erwartete beliebte „Geukens-Seminar“ kurzfristig abgesagt werden.
Dr. Alfons Geukens war trotz aller Anstrengungen nicht mehr in der Lage – wie in den Jahren zuvor – sich auf den Weg nach Lingen zu machen und die Strapazen eines Seminares durchzustehen.
Sowohl die Teilnehmer(innen) wie ich waren tief erschüttert, weil uns allen klar war, dass Alfons ernsthaft erkrankt sein musste, ansonsten hätte er alle Kräfte mobilisiert, um auf dem Podium zu stehen und seinen Zuhörern voller Enthusiasmus sein überwältigendes homöopathisches Wissen zu vermitteln.

Alfons Geukens war getrieben von der Leidenschaft, immer mehr homöopathische Kenntnisse zu gewinnen, um seine Patienten nicht nur zu behandeln sonder zu heilen.
Bei aller Leidenschaft für die Homöopathie war er aber kein Ideologe. Er war in der Lage nüchtern zu beobachten und gegebenenfalls auch frühere Meinungen zu revidieren, wenn er feststellte, dass seine vorherigen Erkenntnisse nur unzulänglich waren und die Praxis ihn eines besseren belehrte.

In den 1 ½ Jahren seit seiner Erkrankung haben die Teilnehmer und auch ich immer wieder gehofft, dass Alfons seine Energie noch einmal mobilisieren könnte, um zu seinen Patienten und Schülern zurückzukehren.

Er selbst hat aber bald gespürt, dass seine Lebenskraft zu Ende ging. Dr. Frederik Schroyens schrieb in seinem Nachruf, dass Alfons ihm bei einem Telefongespräch gesagt hat, dass seine letzte Kerze am verlöschen sei. Er wusste das, weil sein homöopathisches Konstitutionsmittel, das ihm immer auch in schwerer Krankheit geholfen hat, nun nicht mehr half.

Am 18. Oktober 2010 verlosch seine Kerze für immer und Alfons konnte im Kreise seiner Familie diese Welt verlassen.

Für mich ist sein Tod ein großer Verlust – nicht nur weil er mein wichtigster Lehrer war. Ich vermisse es, ihn um homöopathischen Rat fragen zu können. Ich vermisse seinen Humor und seine unkonventionelle Art und nicht zuletzt, dass ich ihn als Arzt verloren habe.

Mit Alfons Geukens ist ein ganz Großer, ein wirklicher Mensch gegangen. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er nun da lebt, wo es kein Krankheit und keine Tränen mehr gibt, dass er das Leben in Fülle gefunden hat.